Brüssel/Berlin/Wien. Der Leiter der EU-Datenschutzkommission, Alex Turk, hat den Suchmaschinenanbieter Google aufgefordert, in Europa strengere Datenschutz-Standards einzuhalten. Stein des Anstoßes ist erneut der virtuelle Städte-Rundgang Street View, der derzeit in zahlreichen europäischen Ländern vor dem Start steht.
Konkret verlangt die EU, dass Google vor seinen Kamera-Fahrten für Street View die Einwohner der Ortschaften unterrichtet, berichten Medien. Die Benachrichtigung soll sowohl auf der Website von Google wie auch in Lokalzeitungen veröffentlicht werden. Und bei den Kamerafahrten müsse vermieden werden, dass „intime Details“ aufgenommen und bei Google wiedergegeben werden.
Streit allerorten
Es haben sich auch bereits EU-Kommissarin Viviane Reding sowie die deutsche Bundesregierung kritisch über den Dienst geäußert und Anpassungen verlangt bzw. gesetzliche Regelungen in Aussicht gestellt. In Österreich hat die Arge Daten im Interview mit Recht.Extrajournal.Net juristische Schritte gegen Google in den Raum gestellt, sollte Street View ohne Anpassungen hier zu Lande starten.
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