Wien. Die Meinl Bank hat sich in der Causa Meinl European Land (MEL) mit Rechtsanwalt Günter Niebauer auf „die Möglichkeit einer weiteren raschen und sozialen Lösung für rund 600 MEL-Kleinanleger“ geeinigt, heißt es bei der Bank.
Insgesamt haben damit nun rund 6000 Anleger ein Vergleichsangebot der Meinl Bank auf dem Tisch. Die Bank will rund ein Drittel des Schadens durch die Kursverluste begleichen. Das Geld könnte sie sich von Anlageberatern zurück zu holen versuchen.
Zu Monatsanfang waren Einigungen mit rund 5.000 Kleinanlegern, die von der Arbeiterkammer (AK) bzw. dem Prozessfinanzierer Advofin unterstützt worden waren, sowie mit 500 Klienten des Grazer Rechtsanwalts Harald Christandl verkündet worden.
Auch die neue Einigung gleicht den bereits bekannten: Beim Abschluss des Vergleichs werden die Verfahren zwischen den Klienten der Kanzlei Niebauer und der Meinl Bank beigelegt, heißt es. Die Anleger erhalten ein Drittel der Differenz zwischen Kaufbetrag und dem in Folge der Kursverluste geringeren Wert der Veranlagung und treten ihre Ansprüche an die Meinl Bank ab. Laut Medienberichten geht es bei den 600 Anlegern in Summe um 3,2 Mio. Euro.
„Soziale Maßnahme, nicht Präjudiz“
Laut Meinl Bank Vorstand Peter Weinzierl sind „diese Lösungen ein Beitrag zur sozialen Abfederung finanzieller Verluste, die Kleinanleger im Zuge der Wirtschaftskrise zu gewärtigen hatten. Wir wollen damit ein Zeichen setzen und zeigen, dass wir über das Einhalten von Gesetzen hinaus unseren Teil an sozialer Verantwortung freiwillig tragen wollen.“ Diese Schritte seien aber keine Präjudizierung von anhängigen Gerichtsverfahren.
Der überwiegende Teil der MEL – Kleinanleger sei von unabhängigen Finanzdienstleistern beraten worden, die daher auch der richtige Adressat für Klagen seien. Die Bank selbst will sich das für die Vergleiche aufgewendete Geld von den Finanzberatern zurückholen, heißt es in Medienberichten.
Link: Meinl Bank
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