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AvW-Prozess: Wolfgang Auer-Welsbach sieht sich „nicht schuldig“, VKI wirft sich in die Schlacht

Klagenfurt. Das Strafverfahren gegen Wolfgang Auer-Welsbach, Chef des 2008 zusammengebrochenen Firmenkonglomerats AvW, ist am Klagenfurter Landesgericht gestartet: Auer-Welsbach werden u.a. Betrug, Untreue und Bilanzfälschung zur Last gelegt. Er soll mehr als 13.000 Anleger in AvW-Genussscheine geprellt haben, der Gesamtschaden laut Anklage beträgt 420 Mio. Euro oder mehr.

Auer-Welsbach erklärt sich in allen Anklagepunkten „nicht schuldig“: er sei selbst durch die Malversationen eines früheren Mitarbeiters geschädigt worden. Ohne diese würde das System AvW heute noch funktionieren, so Auer-Welsbach vor Gericht. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) unterstützt rund 600 Geschädigte bei der Durchsetzung ihrer Schadenersatzforderungen. Weiter »

Streit Meinl Bank gegen Atrium beschäftigt Internationales Schiedsgericht

Wien. Die Unzahl von Rechtsstreitigkeiten rund um die Meinl Bank und die ehemalige Meinl European Land (MEL), heute Atrium, ist um ein Verfahren vor dem Internationalen Schiedsgericht der Wirtschaftskammer Österreich reicher: Die Bank will dort von Atrium jenes Geld zurück erhalten, dass sie im Rahmen ihres Vergleichsangebots bzw. infolge von Urteilen den geschädigten MEL-Privatanlegern bezahlen muss.

Vorerst werden 33,8 Millionen Euro verlangt. Laut Atrium entbehrt die Forderung „jeglicher Grundlage“, die Klagsführung sei „verzweifelt“. Weiter »

Neuer Chefjurist für die Hypo Alpe Adria

Thomas Schobel © Hypo Alpe Adria

Klagenfurt. Der Bank‑ und Haftungsrechtsexperte Thomas Schobel (36) ist neuer Konzernchefjurist und Head of Group Legal & Compliance bei der Hypo Alpe-Adria-Bank International (HAA).

Die Bank, die im Vorjahr von der Republik Österreich aufgefangen werden musste, verstärkt damit ihren Einsatz bei der Aufarbeitung der Vergangenheit und ihrem Umbau weiter, heißt es in einer Aussendung. Weiter »

VKI schickt 250.000 von Euro-Kursverlust getroffene Franken-Kreditnehmer zum Anwalt

Walter Hager © VKI

Wien. Nicht weniger als 250.000 Österreicher sind durch den derzeit schwachen Euro von hohen Verlusten betroffen, weil sie Fremdwährungs-Kreditnehmer (FX-Kredit) sind – meist in Schweizer Franken. Denn die Stärke des Franken erhöht die Last der finanziellen Verbindlichkeiten all jener Kreditnehmer, die in dieser Währung Schulden gemacht haben.

Der VKI empfiehlt Geschädigten, sich beraten zu lassen, ob nicht manche ihrer Kreditvertragsklauseln ungültig sind: bei den eigenen Beratungsstellen bzw. denen der AK, bei unabhängigen Vermögensberatern und bei Anwälten, wie es heißt. Weiter »

AK meldet Sieg über Anlageberater in Causa MEL – von Meinl Bank ist nicht die Rede

Wien. Die Arbeiterkammer Wien (AK) meldet einen Sieg in der Causa Meinl European Land (MEL) – allerdings nicht gegen die Meinl Bank, mit der man ja an einem Vergleich für tausende Anleger arbeitet. Die AK hat im aktuellen Fall die Vermittler der MEL-Wertpapiere im Auge.

Eine Anlageberatungsfirma hat Anleger über die Risiken der Meinl European Land (MEL)-Zertifikate nicht aufgeklärt und muss nun für den Schaden einstehen; die Anleger trifft kein Mitverschulden. So lautet laut AK ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichtes Wien. Freilich sind noch andere Verfahren anhängig, in Summe müssen Verbraucherschützer wie Vermittler auf den OGH warten. Weiter »

Rechtsschutzversicherer müssen mehr zahlen – Streitlust vor allem bei Geldanlage gestiegen

© sxc

Wien. Österreichs Rechtsschutzversicherer spüren die gestiegene Streitlust ihrer Klienten in der Kasse: Bereits im Jahr 2009 hat die Sparte laut Versicherungsverband Leistungen von 218 Millionen Euro erbracht, um 19,2 Prozent mehr als ein Jahr davor. Der Trend hält heuer an und dürfte auch 2011 seine Fortsetzung finden.

Ein wichtiger Grund sind die zahlreichen Finanzskandale: Viele Anleger, die Geld verloren haben, nehmen ihre Rechtsschutzversicherung zur Wahrung Ihrer Interessen in die Pflicht. Weiter »

VKI gegen AWD: Gericht gibt Grünes Licht für alle fünf Sammelklagen

Peter Kolba, VKI

Peter Kolba © VKI

Wien. Das Handelsgericht Wien hat nun auch die letzte der fünf Sammelklagen des VKI gegen den AWD zugelassen. Als nächstes wird auf Betreiben des AWD vom Gericht geprüft, ob die Prozessfinanzierung der VKI-Klagen durch den deutschen Prozessfinanzierer Foris zulässig ist.

„Der AWD versucht zwar, weiter zu verzögern, doch im Jänner 2011 wird auch in der Sache verhandelt“, so VKI-Rechtschef Peter Kolba.

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Nach Finanzkrise: Wirtschaftskammer bringt Nachhilfe-Skripten für Finanzberater

© FV FDL WKÖ

Wien. Die Wirtschaftskammer setzt auf Ausbildung für Finanzberater: Ihr neues, bundesweit einheitliches Skriptum „Gewerbliche Vermögensberatung 2010“ soll zur Vorbereitung der Berufsprüfung dienen und außerdem den Wissensstand der bereits tätigen Finanzberater fördern, heißt es.

In der Vergangenheit waren die Finanzberater oft wegen angeblicher Wissenslücken kritisiert worden, als während der Finanzkrise die Kurse an den Börsen einbrachen. Auch in aktuellen Großcausen wie Meinl European Land oder AWD spielt die Qualität der Beratung der Anleger durch die jeweiligen Berater eine große Rolle. Weiter »

Hengeler Mueller beriet Hypo Real Estate bei Sanierungs-Transaktionen um 173 Milliarden Euro

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München. Die deutsche Wirtschaftskanzlei Hengeler Mueller beriet die Hypo Real Estate-Gruppe im Zuge ihrer Sanierungsmaßnahmen: Das Geldhaus nahm einen Portfoliotransfer über rund 12.500 Einzelpositionen aus 70 Rechtsräumen mit einem ausstehenden Nennwert von 173 Mrd. Euro vor (ohne ungezogene Zusagen und Derivate).

Es war die bislang größte Transaktion dieser Art in Zentraleuropa. Weiter »

VKI vs. AWD: Die neuen Termine der Sammelklagen

Peter Kolba, VKI

Peter Kolba © VKI

Wien. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat einen neuen Überblick über die Gerichtstermine in seinen Sammelklagen gegen den AWD gegeben.

Der VKI vertritt rund 2500 Geschädigte in fünf Sammelklagen und einer Reihe von Musterprozessen. Die Sammelklagen stehen in unterschiedlichen Stadien: Teilweise ist ihre prinzipielle Zulässigkeit noch nicht gerichtlich bestätigt. Weiter »

Im Streit Meinl Bank gegen Anleger tut sich eine neue Front auf

© sxc

Wien/London. Die Meinl Bank fühlt sich laut einer Aussendung von einer neuen Macht im Clinch um die MEL-Verluste bedroht: Ein Haftpflichtversicherer der Finanzberater, über die seinerzeit MEL-Papiere vertrieben wurden, lasse derzeit massenhaft Haftungsfreizeichnungen unterschreiben. Es handele sich um ein Versicherungsbüro, das Repräsentant der britischen Lloyds sei, so die Bank.

Das Büro gefährde damit den Vergleich mit tausenden Anlegern, der gerade verhandelt wird. Weiter »

Meinl Bank zählt Urteile: „In den letzten Tagen 6 zu 1 für uns“

Wien. Neue Runde von Urteilen in der Causa Meinl European Land (MEL): in den vergangenen 14 Tagen „haben sechs von sieben Urteilen die Rechtsansicht der Meinl Bank bestätigt“, teilt die Meinl Bank mit. Sie steht wie berichtet derzeit in Vergleichsverhandlungen mit tausenden Anlegern bzw. deren Anwälten.

Freilich hat das Oberlandesgericht (OLG) Wien gerade einem Kläger recht gegeben und von „grob irreführender Darstellung der Veranlagungssicherheit im Verkaufsprospekt“ gesprochen, berichten Medien. Weiter »